Geschichte

goslarsche Zeiung

Die Wurzeln des Medienhauses Krause reichen zurück bis zu den Anfängen der Goslarschen Zeitung.

Wochenblatt und GZ

Die Anfänge der Goslarschen Zeitung gehen auf das Jahr 1783 zurück. Ernst Wilhelm Gottlieb Kircher druckt am 15. Dezember eine Ankündigung und teilt mit, dass er vom folgenden Januar an ein wöchentliches Blatt unter dem Titel „Goslarsche Polizey und Commercien-Zeitung“ herausgeben will. Bei 100 Abonnenten sieht er für sein Vorhaben eine geschäftliche Grundlage, aber der Rat verweigert ihm die Druckerlaubnis.

Erstmals politische Nachrichten

Nach einem Aufenthalt in Braunschweig startet Kircher einen zweiten Versuch. Das erste Exemplar einer regelmäßigen Wochenzeitung erscheint in Goslar im Januar 1800. 13 Jahre später, als das Blatt zweimal wöchentlich herauskommt, enthält es auch politische Nachrichten.

Endlich ein Lokalteil

Im Jahr 1820 übergibt Kircher die Zeitung an seinen Sohn Friedrich. Sieben Jahre später wird Wolrad Philipp Brückner Besitzer. Nach dessen Tod 1837 führt die Witwe den Verlag, die Redaktion leitet ihr Schwiegersohn Friedrich Adolf Lattmann. Unter seiner Regie gibt es erstmals lokale Meldungen. Das Blatt macht sich z. B. für ein Krankenhaus in Goslar stark. 1849 wird Eduard, Sohn von Wolrad Philipp Brückner, Verleger und Herausgeber der Zeitung.

Im Jahr 1888 stirbt Eduard Brückner. Joseph Jäger, der Mitinhaber der Spielkartenfabrik Lattmann, erwirbt Buchdruckerei und Verlag. Mit seinem Sohn Franz gibt er ab 1. Januar 1889 das Blatt täglich unter dem Titel heraus, der erhalten geblieben ist: Goslarsche Zeitung.

Familie Krause tritt an

In der Zwischenzeit ist den Anzeigen Platz im Blatt eingeräumt worden. Sie sind für den Verlag die wirtschaftliche Grundlage und für den Handel der Draht zum Kunden. Ab 1894 übernimmt Hermann Adolf Verlag und Redaktion, sechs Jahre später beteiligt sich Karl Krause aus Stade als Mehrheitsgesellschafter. Er wird 1925 Verleger und Herausgeber der GZ. Ihm folgt sein Sohn, Dr. Walther Krause - erst als Verlagsleiter und ab 1940 als Verleger, Herausgeber und Chefredakteur.

Zwangsfusion und Neubeginn

Die Reichspressekammer veranlasst, dass die GZ ab 1. April 1943 bis zum Kriegsende mit den „Neuesten Nachrichten“ in einer Zwangsfusion als „Harzer Tageblatt“ erscheint. Zu 50 Prozent bleibt die Familie Krause wirtschaftlich beteiligt, auch der Untertitel „Goslarsche Zeitung“ wird weitergeführt. Nach Gründung der Bundesrepublik schließt sich die GZ am 1. November 1949 mit anderen Zeitungsverlagen zur Herstellung des überregionalen Teils zusammen. Daraus entsteht später der Zeitungsring Südniedersachsen.

In den folgenden Jahrzehnten steigt das Leserinteresse. Anfang der sechziger Jahre treten die Söhne von Dr. Walther Krause, Gert Krause im Jahr 1961 und Dr. Klaus Krause im Jahr 1965, als tätige Gesellschafter der Firma ein. Sie übernehmen nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihrem Vetter, Harald Gillen aus Stade, die gemeinsame Geschäftsführung der Goslarschen Zeitung, des Stader Tageblattes und des Buxtehuder Tageblattes.

Nach Auflösung des Zeitungsrings im Jahr 1986 bezieht die GZ den überregionalen Teil von der Braunschweiger Zeitung. Im Pressehaus und in den Außenredaktionen Bad Harzburg-Braunlage sowie Clausthal-Zellerfeld werden für die verschiedenen Ausgaben die Lokalteile erstellt.

Im Jahr 2002 tritt die nächste Generation in die Verantwortung der Verlage in Goslar und Stade: Klemens Karl Krause, Sohn von Gert Krause, und Dr. Christoph Gillen, Nachfolger von Harald Gillen aus Stade. Ein Jahr später kommt Philipp Krause, Sohn von Dr. Klaus Krause, dazu.

Derzeit sind in Goslar in Verlag, Redaktion, Zeitungstechnik und Multimedia-Agentur 100 Mitarbeiter beschäftigt. Rund 200 Zusteller sorgen jeden Tag dafür, dass die Goslarsche Zeitung frühmorgens im Briefkasten steckt.